Über mich
Ich bin Tanja. Geboren 1980 im Schwarzwald, wo ich die ersten dreieinhalb Jahrzehnte verbracht habe. Heute lebe ich in Portugal, ein gutes Stück landeinwärts, wo die Nachbarn kein Englisch sprechen und die Bäckerin auch nicht.
Genau daraus ist diese Seite entstanden.

Wie ich hier gelandet bin
2009 habe ich mich selbständig gemacht, nach zehn Jahren in Marketing und Vertrieb. Danach folgten fünf ruhige Jahre in einem Schwarzwalddorf, in denen das Geschäft wuchs und die Vorstellung, dort alt zu werden, jeden Monat unwahrscheinlicher wurde.
2014 stand deshalb die Frage im Raum, wohin als Nächstes. Die Antwort wurde ein Wohnmobil, das ich selbst ausgebaut habe — mit einem Zeitplan, der in reichlich durchwachten Nächten entstanden ist. Im Juli 2015 war der Ducato fertig, im Dezember desselben Jahres stand er an der Algarve.
Der Plan lautete: ein Jahr. Daraus ist alles andere geworden.
Vom Reisen zum Bleiben
Ein paar Jahre lang habe ich Portugal mit dem Wohnmobil bereist, im Sommer auch Polen, Frankreich und Marokko. Irgendwann war klar, dass ich immer wieder hierher zurückkomme, und irgendwann war klar, warum.
Heute gehört uns die Quinta Prazera nahe der Serra da Gardunha: drei Hektar, die fünfzig Jahre lang niemand bewirtschaftet hat und die nach dem Waldbrand von 2017 einiges an Zuwendung brauchten. Dazu ein Steinhaus mit eigenem Solarpark, ein Gemüsegarten und drei Hunde, die das alles für ihren Privatbesitz halten.
Zusammen mit meinem Partner André führe ich von hier aus die Prazanta LDA. Dazu gehören ein Onlineshop für mobile Stromversorgung, zwei Reiseblogs, ein Portugal-Magazin und ein Wohnmobil-Reiseführer, den ich geschrieben habe.
Warum ausgerechnet Portugiesisch
Weil ich hier nicht in einer Touristengegend lebe, sondern in einer Region, in der Englisch keine Lösung ist. Man kommt eine Weile mit Händen und Füßen durch, aber eben nur eine Weile.
Und weil beim Lernen etwas passiert, mit dem kaum jemand rechnet: Die meisten Kurse und fast alle bekannten Apps lehren brasilianisches Portugiesisch. Auffallen tut das nicht am Schreibtisch, sondern beim Bäcker. Wörter, die man sicher zu können glaubte, klingen plötzlich anders. Und die Hälfte davon benutzt hier ohnehin niemand.
Beide Varianten sind vollwertiges Portugiesisch, und Portugiesen und Brasilianer verstehen einander problemlos. Nur nützt einem das wenig, wenn man bei dreihundert Vokabeln steht und keine Reserven hat, eine fremde Aussprache nebenbei auszugleichen.
Was hier entsteht
Madelana sammelt, was ich beim Portugiesischlernen zusammentrage — konsequent europäisches Portugiesisch, so wie es in Portugal gesprochen wird:
- Wortseiten mit Aussprache zum Anhören, normal und langsam, dazu Beispielsätze für den Alltag
- Ratgeber zu den Fragen, die am Anfang stehen: wie schwer es ist, wie lange es dauert, woran man einen brauchbaren Kurs erkennt
- Rezepte aus der portugiesischen Küche, weil Essen hier zur Sprache gehört
Ich bin keine Sprachwissenschaftlerin und gebe auch nicht vor, eine zu sein. Ich schreibe auf, was ich im Alltag gelernt habe, inklusive der Umwege. Wenn dir etwas auffällt, das nicht stimmt, schreib mir — dann wird es korrigiert.
Die anderen Baustellen
Falls du mehr über das Leben hier lesen willst als über Grammatik:
- crosli.de — mein Reiseblog: Wohnmobil, Rad und der Ausbau der Quinta
- portugalismo.de — Magazin für alle, die Portugal lieben oder über einen Umzug nachdenken
- prazanta.pt — die Firma hinter allem
Sag Hallo
Fragen, Korrekturen, Anregungen oder einfach nur ein Hallo: info@prazanta.pt